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Bist du bereit für das Internet?
Die Geschichte des Internet
Was ist das Internet?
Kommunikation mit TCP/IP
Internet Adressen und Domains
Wie funktioniert der Transport der Daten?
Wie komme ich ins Internet?
Das World Wide Web
Bist du bereit für das Internet?
In Deutschland haben im Jahr 1998 über 10 Millionen Menschen von zu Hause,
der Arbeit oder öffentlichen Institutionen das Internet genutzt. Im Jahr 1999
werden es nach Schätzungen von Experten fast 16 Millionen sein. Gleichzeitig
wurden im Jahr 1998 über das Internet allein in Deutschland etwa 1,7 Milliarden
US-Dollar umgesetzt und nach Expertenmeinung wird sich diese Zahl 1999 mehr als
verdreifachen. Denn wurde das Internet vor fünf Jahren fast ausschließlich von
Universitäten genutzt, so sind es heute zunehmend Unternehmen, die von den
Vorteilen des Internets profitieren wollen. Sie nutzen Internet-Dienste wie
E-Mail, nehmen Bestellungen über das Internet auf, oder sie verbinden über das
Internet verschiedene Geschäftsstellen mit der Firmenzentrale oder Mitarbeiter,
die von zu Hause arbeiten. Das Internet hält zunehmend Einzug in private
Haushalte, und immer mehr Menschen nutzen das Internet für Online-Banking oder
zum Einkaufen. Das Internet verändert die Welt, in der wir leben, arbeiten,
lernen und spielen.
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Die Geschichte des Internets
Das Internet hat seinen Ursprung in dem vom amerikanischen
Verteidigungsministerium während des Kalten Krieges 1969 errichteten ARPAnet
(Advanced Research Projects Agency). An dieses waren nicht nur militärische
Rechner angeschlossen, sondern es stand auch einzelnen universitären
Forschungsprojekten offen. Ziel des Projektes ARPAnet war es, ein Computernetz
zu schaffen, über das Kommunikation auch dann noch möglich ist, wenn ein Teil
des Netzes zerstört ist. Voraussetzung hierfür waren dezentrale
Kommunikationsstrukturen, und entsprechend gibt es im Internet keine
Hauptleitung und keinen Zentralrechner. Vielmehr sind alle Teile
gleichberechtigt. Ist ein Teil beschädigt, können die anderen Teile nach wie vor
zur Kommunikation genutzt werden.
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Was ist das Internet?
Ursprünglich waren nur einzelne Computer vernetzt, dann die ersten lokalen
Computernetze, und heute ist das weltumspannende Internet ein Verbund aus vielen
zehntausenden Computernetzen, die über Datenleitungen miteinander verbunden
sind. Zum Internet gehören Hosts oder Server. Das sind Rechner, auf deren
Informationen andere Rechner über das Internet zugreifen können. Sie sind damit
"Gastgeber” oder einfach Netzwerk-Rechner, die andere Computer – die so
genannten Clients – mit Informationen und Inhalten bedienen. Die Netze des
Internets können zu Universitäten, Unternehmen, Organisationen oder staatlichen
Einrichtungen gehören. Aufgrund der Vernetzung der Server kann von jedem Punkt
der Erde auf Daten an jedem anderen Punkt zugegriffen werden.
Dazu muss man lediglich mit einem Rechner an irgendeinen Server der Welt
angeschlossen sein. Darüber besteht dann Zugriff auf alle anderen Server. Bei
den Verbindungen kann es sich um Datenleitungen, Telefonverbindungen,
Fernsehkabel oder sogar Stromleitungen handeln. Informationen können auch
"kabellos" über Satellitenverbindungen übertragen werden.
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Kommunikation mit TCP/IP
Kommunikation im Internet ist über unterschiedliche Geräte und
Software nur deshalb möglich, weil es dafür eine gemeinsame "Sprache", ein
Übertragungs- oder Kommunikationsprotokoll, gibt. Diese gemeinsame Sprache heißt
TCP/IP und ist ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg des Internets. Die
Abkürzung steht für Transmission Control Protocol/Internet Protocol. Mit ihr
können alle Rechner etwas anfangen, die eine spezielle Software besitzen, welche
dieses Protokoll verstehen und auswerten kann. TCP/IP ist jedoch mehr als eine
gemeinsame Sprache wie dies Englisch für Menschen unterschiedlicher Nationalität
ist. Das TCP/IP ist ein Standard, der zuständig ist für die technischen
Einzelheiten bei der Übertragung von Daten. So werden die Daten von TCP für den
Versand in digitale Pakete zerlegt. Jedes Paket wird in eine Art Briefumschlag
gesteckt, auf dem Absender- und Zustelladresse und sogar der Zeitraum notiert
sind, in dem das Paket weitergeleitet werden soll. Die Pakete werden dann
jeweils einzeln und über verschiedene Wege zum Empfänger verschickt und dort
wieder zusammengesetzt. Die Reihenfolge, in der letzteres geschehen soll, ist
ebenfalls auf dem Briefumschlag oder dem so genannten Header vermerkt. Im
Gegensatz zum TCP ist das Internet-Protokoll für die korrekte Zustellung der
Datenpakete zuständig, das heißt, dass die Daten den richtigen Weg durch das
Internet finden.
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Internet-Adressen und Domains
Jeder Computer, der an das Internet angeschlossen ist, besitzt eine eigene
Adresse. Sie besteht aus vier Zahlengruppen, die jeweils durch Punkte (dots)
miteinander verbunden sind, zum Beispiel 123.45.133.9. Um solche Adressen
handlich zu machen, wurde das Domain-Name-System (DNS) entwickelt. Das bedeutet
nichts anderes, als dass die Zahlen mit Worten gleichgesetzt werden. Das hat
nicht nur den Vorteil, dass man sich Adressen so leichter merken kann. Die DNS
bleibt immer dieselbe, auch wenn die Zahlen sich ändern. Ferner kann man einem
Domain-Namen und damit dem Host ansehen, zu welcher geographischen und
organisatorischen Gruppe er gehört.
Besitzt jemand einen elektronischen Briefkasten auf einem bestimmten Rechner, so
setzt sich die E-Mail-Adresse wie folgt zusammen: Vor die Adresse des Rechners
wird der Name der betreffenden Person oder ein Kürzel gesetzt und mit einem als
Klammeraffen bezeichneten @ (bei) mit dem Domain-Namen verbunden, zum Beispiel
hannes_müller@gmx.de. Letztere Adresse gehört zur Domäne des Online-Dienstes
GMX.de. Das Besondere an der elektronischen Post ist, dass man unabhängig von
Entfernungen in kürzester Zeit weltweit kommunizieren und sogar umfangreiche
Dateien verschicken kann. Der Empfänger kann sich diese dann direkt auf seinen
Computer laden und dort lesen oder bearbeiten.
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Wie funktioniert der Transport der Daten?
Unabhängig davon, ob man eine E-Mail verschickt oder eine Website aufruft –
immer werden die Daten in digitale Päckchen aufgeteilt, wobei der Header alle
für den Transport notwendigen Informationen enthält. Verschiedene Geräte
bearbeiten diese Informationen auf dem Weg durch das Internet und leiten die
Datenpakete weiter. Die wichtigsten Geräte, die zwischen Netzwerken vermitteln,
heißen Bridges, Gateways, Router und Switches.
Bridges verbinden örtliche oder lokale Netzwerke (LANs) miteinander und sorgen
dafür, dass Daten, die von einem LAN an ein anderes adressiert sind,
weitergegeben werden. Gleichzeitig halten sie Daten zurück, die nicht hinaus
sollen.
Gateways arbeiten ähnlich wie Bridges, nur dass sie auch Daten von anderen
Netzwerk-Typen übersetzen können. Über Gateways sind zum Beispiel Online-Dienste
mit dem Internet verbunden.
Router sind wichtig für den Internet-Verkehr
zwischen verschiedenen Netzwerken. Sie überprüfen Datenpakete auf die
Zieladresse und schicken sie auf dem besten Weg weiter zum nächsten Router auf
dem Weg zum Bestimmungsort. Router sind nichts anderes als kleine Computer,
deren spezielles Programm über den optimalen Weg für Informationen entscheidet.
Switches analysieren den Datenverkehr und stellen eine
Verbindung zwischen Geräten verschiedener LAN-Abschnitte her, die Informationen
austauschen.
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Wie komme ich ins Internet?
Ein Zugang zum Internet sowie eine E-Mail-Adresse erhält man über einen
Internet-Service-Provider (ISP). Das ist eine Firma, die gegen Bezahlung einen
Anschluss an das Internet anbietet und einen Einwählknoten zur Verfügung stellt.
Darüber kann man vom heimischen Rechner via Telefonnetz in das Internet
gelangen, wenn man mit seinem Computer den Internet-Service-Provider anruft. Bei
analogen Telefonanschlüssen müssen digitale Daten des Computers mit einem Modem
in analoge Signale umgewandelt werden. Am Zielrechner werden sie dann wieder
digitalisiert. Bei einem ISDN-Anschluss entfällt dieser Vorgang, weshalb mit
solchen Verbindungen höhere Übertragungsraten erzielt werden.
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Das World Wide Web
Einer der am meisten genutzten Teile des Internets ist das World Wide Web,
WWW, W3 oder Web. Das liegt daran, dass es durch seine grafische
Benutzeroberfläche besonders anwenderfreundlich ist. Wer beispielsweise Windows
oder MacOS kennt, wird sich auch im WWW zurecht finden. Das WWW besteht aus
vielen verschiedenen Seiten von Firmen, Institutionen und Privatpersonen, den so
genannten Homepages, die Text, Bilder oder Videos enthalten können. Diese Seiten
sind über so genannte Links (Verknüpfungen) miteinander verbunden, so dass man
von Seite zu Seite wechseln kann. Um im Web navigieren zu können, benötigt man
einen so genannten Browser wie den Navigator von Netscape oder den Microsoft
Internet Explorer. Die Aufgabe dieser Benutzeroberflächen ist, Dokumente
darzustellen, die in der einfachen Befehlssprache HTML (Hypertext Markup
Language) des WWW erstellt sind. Gleichzeitig erlauben sie es, über die Links
von einer Web-Seite zur nächsten zu springen. Entscheidet man sich für einen
bestimmten Link und klickt diesen an, wird die gewünschte Seite über die so
genannte URL (Universal Resource Locator) oder Web-Adresse gefunden. Das ist
das, was in einer Bibliothek die Signatur eines Buches ist. Eine solche Adresse
sieht wie folgt aus:
http://www.cooltipps.de/
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Sie besteht aus einen Hinweis auf das Übertragungsprotokoll HTTP (Hyper
Text Transfer Protokoll) für Hypertext-Dokument im WWW. Die drei W geben an,
dass es sich um den Internet-Dienst WWW handelt. Danach folgt der Rechner, auf
dem sich die Homepage befindet. Die einzelnen Seiten im WWW liegen als
Datenpakete auf Servern oder Hosts in der ganzen Welt. Bevor man sie auf dem
eigenen Bildschirm lesen kann, muss man sie anfordern. Dieser Vorgang
funktioniert ähnlich wie ein Bringdienst: Der Server, an den man über seinen
Provider angeschlossen ist, nimmt die Bestellung entgegen und leitet sie so
lange von Server zu Server weiter, bis der Rechner mit den gesuchten Daten
gefunden wurde. Dann werden die angeforderten Informationen wieder
zurückgesendet. Dieser Vorgang dauert in der Regel nur wenige Sekunden.
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